Erfüllung statt Erschöpfung Die Kraft des Wandels UND der Ruhe
Gegenüber dem bio-psychosozialen Krankheitsmodell der WHO, das durchaus ein Fortschritt ist zu einer ausschließlich biologischen Betrachtung des Menschen, gehen wir in der Habichtswald-Klinik einen Schritt weiter und glauben, dass der Mensch nicht nur sein Wissen, seinen Mind erweitern will (zur Zeit verdoppelt sich das Wissen der Menschheit alle 5 Jahre!!), sondern dass der Mensch auch - um sich heil und ganz zu fühlen - nach Weisheit, Sinn-Erfüllung, innerem Frieden, Glücklichsein und Geborgenheit in einem größeren Ganzen strebt, also nach Spirit, nach Spiritualität. Wir haben also ein bio-psycho-sozio-spirituelles Gesundheits- und Krankheitsmodell und verstehen uns als "Spezialisten für das Ganze". Die Praxis zeigt, dass über die Jahre hinweg und heute mehr denn je Patientinnen und Patienten von uns Therapeuten die naturheilkundlichen, feinstofflichen und spirituellen Ansätze nachfragen, mehr als wir Therapeuten oft Zeit haben dies im gewünschten Umfang zu erfüllen. Trotzdem und gerade deswegen ist es für uns außerordentlich wichtig, eine gute Organmedizin zu leisten, Psychotherapie nach dem Stand der Wissenschaft durchzuführen, die Klinikorganisation zukunftsfähig zu machen in Form von Computervernetzung, Zertifizierung (Mai 2000), Basisdokumentation und externe Evaluation durch Prof. Koch Hamburg, Entwicklung von Kurzzeitherapien usw. An spezialisierten Gruppen haben wir: Frauengruppen 30 Betten, Tinnitus 20 Betten, Psycho-Onkologie 10 Betten. Nicht nur unsere Patientinnen und Patienten sehen sich heute einer immer rascher sich verändernden Umwelt gegenüber. Wir alle müssen immer komplexere Situationen bewältigen bei immer unsicherer werdender Datenbasis und immer größerer Reichweite der Entscheidungen. Die bewährten Regeln des linear-kausalen Weltbildes scheinen nicht mehr zu greifen, was ein "Strudelgefühl" hervorrufen kann. So wäre erklärlich, warum die Symptome Schwindel und Ängste allgemein so zugenommen haben; auch Tinnitus kann auf Komplexitäts-Stress zurückgeführt werden. Nach Nefiodow belaufen sich die geschätzten Kosten der Stressfolgekrankheiten in der BRD auf jährlich 200 Milliarden DM. Eigentlich ist es ein explosiver Zuwachs an Kreativität, dies löst aber oft Ängste vor dem Neuen aus. Zur Bewältigung unserer Aufgaben benötigen wir alle immer mehr:
1) bis 5) ist die Kraft des Wandels. Immer wichtiger wird auch der Gegenpol, nämlich die Kraft der Ruhe und der Zentrierung. Ziel ist Meisterschaft = in der höchsten äußeren Dynamik leben können und trotzdem frei sein von den inneren Kosten dieser Dynamik (Stressfolgen, Raubbau, Burn out). Ghandi sagte: "Man muss lernen, inmitten aller Aktivitäten ruhig zu sein, und in der Ruhe total lebendig". Oder der Unternehmensberater Whitehead: "Die Kunst des Fortschritts besteht darin, inmitten des Wechsels Ordnung bewahren und inmitten der Ordnung den Wechsel zu bewirken". Beides balancieren zu können heißt, Paradoxe lieben zu lernen, was der Mind und Linkshirnigkeit allein nicht schaffen. Im Idealfall leben wir Therapeuten unseren Patienten vor, dass wir selbst mit dem eigenen Stress kreativ umgehen. Im Folgenden beschränke ich mich auf das Präventive (beschreibe also nicht, was wir kurativ mit den Patienten machen). Stressbewältigung = "Coping" setzt an:
Für den beschränkten Raum
hier kann ich nur ein paar Stichworte liefern: Prioritätensetzung,
Zielvereinbarung (auch mit sich selbst: Self-Committment =>
Selbstorganisation), Pareto-Prinzip (= 20 % der Zeit bringen i.d.R. 80 % der
Ergebnisse), Pausentechnik, Zeitmanagement usw. Für Leitende: Organisation
von Selbstorganisation; Attraktoren statt Faktoren.
Wohl am wichtigsten ist
die Haltung, denn Stress entsteht nicht nur durch die Fakten, sondern vor
allem durch unsere Bewertung. Diese findet (sicher unbewusst) in uns
statt, darauf haben wir aber durchaus einen Einfluss ("Reframing"). Die
Hirnforschung zeigt, dass das Gefühl der Kontrollierbarkeit darüber
entscheidet, wie viel Stress ich empfinde. Dabei wirken sich, wie im PET
nachweisbar, nicht nur das Vertrauen auf mich und andere, sondern auch das
Vertrauen auf vorgestellte Kräfte neurochemisch konkret aus. Ob es
den "Sicheren Ort" (mit dem in der Traumatherapie viel gearbeitet wird -
sog. ressourcenaktivierende Imaginationen) oder einen Schutzengel oder Gott
gibt, weiß man objektiv nicht; neurochemisch hat der Glaube daran
nachweislich konkrete Auswirkungen wie größere innere Ruhe, Sinnerfüllung,
Vertrauen, größere Angstfreiheit. Dargestellt habe ich nur Methoden, die sich bei mir als wirksam erwiesen haben, die Freude bereiten - und: die kostenlos sind, was den Schwaben in mir besonders freut! Sie können aber nicht rein kognitiv weitergegeben werden, sie müssen erlebt und erfahren werden! Vielleicht stimmt es aber hoffnungsvoll, dass es durchaus Regeln zur Bewältigung von hochkomplexen Situationen gibt!
"Work smarter not harder"
- der Lebensgenus soll nicht zu kurz kommen, daher zum Schluss ein Hinweis
zum Genussmittelmanagement:
Literaturempfehlung:
Die sieben Wege zur Effektivität Mit den besten Wünschen für Ihre Gesundheit Dr. med. Christoph Kurtz - von Aschoff
Zur Klärung weiterer medizinischer Fragen und Behandlungs- bzw. Therapiemöglichkeiten steht Ihnen unsere Chefärztin im persönlichen Gespräch gerne zur Verfügung. Bitte vereinbaren Sie zuvor einen Termin in unserer Privatambulanz.
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